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Bericht auf MeinBezirk.at

Nach dem Fasching ist vor dem Fasten

Heilfasten nach Hildegard in Kirchberg

  • 17. Februar 2021, 14:28 Uhr

Der Fasching ist vorbei. Das bedeutet: Die Fastenzeit beginnt. Im Hildegard Naturhaus in Kirchberg bei Mattighofen findet jährlich eine Heilfastenwoche statt. Wir haben uns mit Inhaber Gerhard Hönegger über das Fasten nach Hildegard von Bingen unterhalten.

KIRCHBERG (kat). „Die reinigende Wirkung des Fastens aus Körper, Geist und Seele ist schon seit Jahrtausenden bekannt. Gerade in unserer heutigen Zeit wird es immer wichtiger, unseren Körper regelmäßig zu entgiften, um auf diese Weise Zivilisationskrankheiten wie rheumatische Erkrankungen, Allergien, Diabetes, Schlaganfall und Herzinfarkt vorzubeugen“, erzählt Gerhard Hönegger vom Hildegard Naturhaus in Kirchberg bei Mattighofen. Jährlich wird dort eine Heilfastenwoche nach der Äbtissin angeboten, die im Mittelalter unter anderem durch ihr medizinisches Wissen auf sich aufmerksam machte.

Alten Ballast abwerfen

Laut Hönegger sei das „Sanfte Heilfasten“ nach Hildegard für jeden Erwachsenen geeignet. „Kinder und Jugendliche sollten generell keine Fastenkur machen. Auch Menschen, die unter Depressionen oder anderen psychischen Erkreknungen leiden, sollten nicht fasten“, betont der Experte.

Der Unterschied zu anderen Fastenkuren liegt bei jenen nach Hildegard darin, dass hier das Fasten Freude bereiten sollte. Im Vordergrund steht dabei, laut Hildegards Schriften, „das rechte Maß“ zu finden. „Es sollte uns helfen, sowohl körperlich als auch geistig wieder ins Gleichgewicht zu kommen und alten Ballast abzuwerfen, um auch in herausfordernden Zeiten wieder die eigene Mitte zu finden“, betont der Geschäftsführer. Ebendies werde mit der Fastenwoche in Kirchberg erreicht, so der Hildegard-Experte. Ein weiterer Vorteil des „Sanften Heilfastens“ sei, laut dem Kirchberger, dass auf aggressive Darmentleerung mittels Bittersalzen etwa verzichtet werden sollte. Dadurch würde der Darm nur eine unnötige Reizung erfahren. „Für den Fasten-Erfolg ist das in keiner Weise notwendig“, betont der Experte.